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Geschrieben von: Esther Tobler, Hanspeter Schweizer
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Sonntag, den 20. Dezember 2009 um 16:06 Uhr |
Reisebericht Nr. 31
Wieso ein Nachtrag, mögt ihr fragen?
wir wollten diesen bericht abschicken, doch hatten wir einfach keinen internetzugang mehr... wir waren ein bisschen in der wildnis! Nachdem wir minca verlassen hatten fuhren wir der küste entlang ost-nordostwärts in die provinz guajira - immer noch in kolumbien -, wo sich die üppige vegetation der sierra nevada sich in eine immer dürrere savanne verwandelte.
zuerst verbrachten wir noch eine nacht an einem traumhaften palmenstrand. weiter gings nach riohacha, der provinzhauptstadt. von dort zum eisenbahntrack. auf diesem werden kohlen von der grössten offenen kohlenmine lateinamerikas - el cerrejon - in den verladehafen puerto bolivar befördert. jeden tag sechs züge mit 100 waggons - total 3 mio tonnen kohle pro zug.

dem track entlang fuhren wir zuerst nach manaure - salzabbau. die weissen berge am strand waren eindrücklich. dort brauchten wir eine übernachtungsmöglichkeit und fragten einen soldaten nach einem sicheren platz. er meinte wir sollten uns vor ihrer "kaserne" (einem verfallenen hafengebäude) am strand aufstellen - was wir dankbar annahmen. von den dort stationierten 80 mann waren dann dauernd mindestens 20 neugierige bei uns am plaudern. wir fühlten uns sehr sicher. nachts um eins klopfte es heftig an unser auto. die krieger hatten einen privatwagen am strand festgefahren - wohl auf dem rückweg vom ausgang. wir sollten sie rausziehen. wir mussten sie auf den morgen vertrösten, da wir unser auto ja nachts nie bewegen und es einfach kaum möglich ist, es in der finsternis startklar zu kriegen. plötzlich hörten wir einen panzer anfahren - damit zogen sie dann ihr auto raus!
zum berühmten cabo de la vela fuhren wir weiter. und als erstes assen wir frische langusten!
wir campierten am strand der herrlichen bucht, badeten und unterhielten uns mit den yachties. direkt vor unserem camp ankerten nämlich fünf yachten - unter anderem aus deutschland, frankreich und schweden.

doch wir wollten noch nach punta gallinas und zum leuchtturm am nördlichsten zipfel südamerikas. es wurde eine ziemliche navigations- und off-road übung auf staubisten tracks durch die akazien- und kakteenlandschaft. es war wunderschön.
auch dort fanden wir eine einsame badebucht mit ruhigem, warmem wasser und genossen die gastfreundschaft des etwas entfernteren restaurants. jeden abend gingen wir die fünf kilometer hoch, duschten und assen langusten oder ziegen-ragout. auch das ein ganz besonderes erlebnis.
der rückweg war dank gps-daten etwas einfacher. die tracks sind nämlich immer verzweigt und man muss den richtigen erwischen um nicht in einer schlamm- salzpfanne stecken zu bleiben. auf diesen pfaden ist es jedoch vom vertrockneten und danach zusammengefahrenen lehm unglaublich staubig. so ist nun yussuf bis ins letzte loch zugepudert. das muss alles noch raus, sonst meinen die bei der verschiffung im januar, wir würden so weisses pulver (kokain!!) schmuggeln.

durch die rüttelei wurde unsere stosstangenaufhängung beschädigt dh angerissen war sie bestimmt schon vorher. wir versuchten in riohacha auf dem abbruch eine zu finden - erfolglos. also musste das solide geschweisst werden, das schafften wir gestern.
doch vorher badeten wir noch ausgiebig in einer flussmündung am meeresstrand - auch das ein traumhaftes plätzchen.
nachdem wir in santa marta unsere versorgung an lebensmitteln und gas sichergestellt hatten, fuhren wir wieder nach minca und da bleiben wir nun bis weihnachten!
das war also noch das neueste und wir verbleiben - wie oben mit herzlichen grüssen und besten wünschen an euch alle!
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Wünschen Euch für die kommenden Feiertage alles Liebi und für das neue Reisejahr vorallem gute Gesundheit und viel Spass.
Liebi Grüessli us dä winterliche Schwyz
PS: Meldet Eu emal wänn er in Züri sind