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Esther Tobler und Hanspeter Schweizer unterwegs mit Yussuf

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Cusco, Peru PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Esther Tobler, Hanspeter Schweizer   
Mittwoch, den 22. Juli 2009 um 00:00 Uhr

Cusco, Hauptstadt des Inka-Reiches

liebe freunde in nah und fern!

cusco_peru_2009_004_thumbihr glaubt es wohl kaum: wir sind gegen 2000 km gefahren - oder besser geholpert - wir haben das land gewechselt und sind wieder in cusco gelandet. die hauptstadt des inkareiches - eine wunderschöne kolonialstadt und ausgangspunkt zur inkafestung machu picchu - hatten wir vor gut zwei jahren schon mal für längere zeit besucht.

 

Zurück im Nomadenleben

wie wir im letzten bericht geschrieben haben, mussten wir bolivien nach drei monaten verlassen, weil unsere papiere vor allem das zollpapier fürs auto abgelaufen waren. so verliessen wir auch nach sieben erholsamen wochen die villa in rurrenabaque und wurden wieder zu nomaden.

Yussuf im Inka-Reich  Yussuf im Inka-Reich  Yussuf im Inka-Reich  Yussuf im Inka-Reich

wir fuhren richtung riberalta und vorerst einmal nach santa rosa, dort beobachteten wir flussdelfine und krokodile. die unbefestigte strasse führte uns durch das viehzuchtgebiet der bolivianischen provinz beni, durch grünen dschungel und auf abenteuerlichen fähren über flüsse. da es schon in rurrenabaque keinen diesel mehr gab, waren wir unterwegs immer wieder auf der suche nach einigen litern, die wir in den dörfern von fässern kauften.80 km südlich von riberalta konnten wir dann endlich wieder füllen und bogen westlich richtung brasilianische grenze ab. die staubige, vielbefahrene strasse wurde zum track durch teilweise tropischen regenwald mit millionen von bunten schmetterlingen - und mücken. der track ist für die forstwirtschaft bzw die abholzung der tropenhölzer angelegt worden. wir kamen in die grenzstadt cobija, dort logierten wir im besten haus am platz. cobija - so heisst es in unserem schlauen buch - sei etwas für hartgesottene globetrotter, wir meinen eher für weichgeklopfte... halt den strassenverhältnissen entsprechend.

Nach Brasilien zum Mittagessen

Da das beste haus am platz nicht gerade unseren bescheidenen ansprüchen genügte, entschlossen wir uns morgens um 10 uhr zur abreise. wir reisten in bolivien aus und in brasileia/brasilien ein. das schafften wir unter einsatz aller mittel bis mittags. danach genehmigten wir uns ein feines brasilianisches mittagessen und fuhren noch die gut 100 km feinsten asfalts nach assis brasil. wir reisten also in brasilien wieder aus und in peru ein. wir mussten noch einige dokumente fotokopieren lassen - und am späten nachmittag waren wir in peru wieder am weiterfahren.

Ein Jass im Regenwald

wir befanden uns ja noch immer im regenwald, entsprechend war das wetter. kurz vor dem einnachten hatten wir das glück, im kleinen ort iberia eine art camping zu finden. tatsächlich konnten wir dort komfortabel unter einem dach stehen, auf das der regen sintflutartig prasselte. nach einem jass (für alle ausländer: jass ist das schweizerische kartenspiel schlechthin) schliefen wir wunderbar ein.

Yussuf im Inka-Reich  Yussuf im Inka-Reich  Yussuf im Inka-Reich  Yussuf im Inka-Reich

ab iberia hatten wir dann vor allem matschige baustellen. ziemlich unerwartet standen wir am breiten madre de dios fluss und sahen auf der anderen flusseite puerto maldonado. der fluss wurde auf einer winzigen fähre überquert, wir mussten schwimmwesten anziehen. für yussuf gab es keine.

in puerto maldonado hatten wir schnell eine versicherung fürs auto gekauft und lunchten flussforellen im club social dieses urwalddorfes, das heute schon viele touristen für urwaldtouren anzieht.das war für uns nicht weiter interessant, unsere urwaldtour machten wir ja mit yussuf.

Segen für die Reisenden

kurz nach puerto maldonado fanden wir wieder einen wunderbaren übernachtungsplatz mit gedeckter restaurantterasse in einem neuen wochenend-ausflugsclub.die grosse besitzerfamilie war auch gerade am eintrudeln. samt pfarrer, der für die katholiken, die apostolen und eine weitere religionsgemeinschaft zuständig ist. alles wurde eingesegnet und mit weihwasser besprengt - auch wir - alle bekamen durch den getränkten blumenstrauss eine sehr nasse segnung ab. es folgte ein imbiss mit lokalen spezialitäten und interessanten gesprächen. ein teil der familie ist japanisch-stämmig und war gerade von einem verwandtenbesuch aus japan zurückgekehrt. als erste gäste kamen wir in den genuss einer tollen gastfreundschaft.

kurz danach begannen die endlosen baustellen, die sich bis fast nach cusco hinziehen sollten. über 10 000 arbeiter seien da am werk, das sich auch über einen 4800 müm hohen andenpass erstreckt. dieses riesenbauwerk soll teil der superverbindung atlantik-pazifik werden. wir sollten später - kurz vor cusco - ein schild mit distanzangabe nach sao paolo/brasilien sehen: 4160 km!! da diese region geologisch recht jung und instabil ist, sind oft völlig neu erstellte abschnitte schon wieder verschüttet.

Campen am Fluss, umgeben von hohen Bergen

unser nächster übernachtungsplatz im strömenden regen am fluss mit tiefgrünen, nebligen abhängen rundum und hohen bergen im hintergrund war traumhaft. so beschlossen wir am nächsten morgen, den tag unter unserem am auto befestigten regendach zu verbringen. gegen mittag tauchte ein bagger auf und belud lastwagen um lastwagen mit riesigen flussteinen.

Yussuf im Inka-Reich  Yussuf im Inka-Reich  Yussuf im Inka-Reich

am nächsten morgen gings weiter wie gehabt: warten an baustellen, neben angefangenen brücken flüsse queren, matsch und staub und viele begegnungen mit den baustellen-arbeitern, in einem kleinen dorf - mazuko - assen wir lokale küche und dann fing es an zu steigen. die vegetation wurde immer spärlicher, es wurde immer trockener und beim überqueren der kordilliere sahen wir schneebedeckte berge, gletscher, tiefblaue lagunen und wieder lamas und alpakas. dieser landschafts- und vegetationswechsel ist absolut faszinierend.

Zu Besuch bei Helmie und  Gonna

nach einer übernachtung neben einer forellenzucht brachen wir früh auf richtung cusco. betanken, einkaufen, auto abspritzen - und dann suchten wir wieder das uns von vor zwei jahren bekannte camping quinta lala mit den tollen, gastfreundlichen holländischen betreibern helmie und gonna auf. natürlich trafen wir auch da wieder auf alte bekannte reisebekannte.

wir sind nun schon 10 tage hier in cusco, der info-austausch blüht und gemeinsame bekannte werden aufgetan und angerufen: es gibt hier schliesslich wifi, den drahtlosen internetanschluss über den man auch telefonieren kann.

da es im moment in ganz peru wieder streiks und blockaden gibt, halten wir uns hier vorläufig mal still und geniessen die annehmlichkeiten der zivilisation!

wir halten euch - wie immer - auf dem laufenden und grüssen herzlich

esther und hanspeter

 
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