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Esther Tobler und Hanspeter Schweizer unterwegs mit Yussuf

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Florianopolis/brasilien, 6. Februar 2008 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Esther und Hanspeter   
Mittwoch, den 06. Februar 2008 um 00:00 Uhr

Oi gente!

Tudo bem? Tudo bom, tudo numa boa!
Ja wir sind etwas tiefer bzw höher nach brasilien eingedrungen – es geht wieder vorwärts!

Nachdem wir uns in uruguay vom stress der letzten monate erholt hatten, brachte hanspeter einen weiteren zahnarztbesuch hinter sich. Das moskitonetz im dachfenster wurde repariert und dann reisten wir wieder in brasilien ein.


 

Wir mussten nochmals zu toyota nach pelotas. Die vorglühlampe im armaturenbrett leuchtete immer während der fahrt auf und wir tippten auf einen wackelkontakt. Nach zwei tagen pröbeln meinte der werkstattchef von toyota: schickt dem tom ein mail nach deutschland... gesagt getan, nach kurzer zeit hatten wir den heissen tip von tom. Nach seiner anweisung wurden zwei schläuchlein umgesteckt – unlogisch, deshalb hatte der mech das beim montieren nicht getroffen. Seither hat das lichtlein nie mehr im falschen moment gebrannt – vielen dank nach markt bibart zu tom!!! Caipi folgt im sommer!!!

Nach weiteren flickarbeiten am dach (wie jedes haus braucht auch das chalet yussuf unterhaltsarbeiten!) wars dann endlich soweit: wir konnten wieder auf grosse reise – nach über drei monaten. Der abschied fiel dann auch aus, als ob wir die familie verlassen müssten. Wir haben in dieser zeit viel hilfsbereitschaft erlebt und fremde sind zu freunden geworden.

Von rio grande fuhren wir mit der fähre nach sao jose do norte (auf einer landzunge zwischen lagune und atlantik). Fast 200km fuhren wir den sandstrand entlang. Teilweise völlig unberührte strände – und hie und da fuhren wir durch badeorte zwischen den sich sonnenden leuten durch – hier völlig normal! Stellt euch das am mittelmeer vor.

Wir trafen viele fischer – und entsprechend wurde unser speiseplan mit herrlichem frischfisch bereichert.

Letzten Mittwoch kippte dann das wetter und ein heftiger regen ging nieder – er wandelte sich in einen dauerregen. So kamen wir nach florianopolis (hauptstadt des bundesstaates santa catarina). Die stadt liegt auf einer insel, die durch zwei brücken mit dem festland verbunden ist. Eine ist modern und eine schöne hängebrücke wurde nach plänen von eiffel erbaut.

Als wir in einem café pause machten, sprach uns plötzlich jemand auf schweizerdeutsch an, ob wir zürcher seien. Das war dann der vor zwölf jahren in brasilien eingewanderte franz. Ein wort gab das andere, es regnete immer heftiger, und wir wurden zu franz und erna eingeladen. Dort erlebten wir eine schöne gastfreundschaft. Während des 60ig stündigen dauerregens haben wir einen dauerjass gemacht. Herzlichen dank, franz und erna – es war schön mit euch!

Nun scheint aber wieder die sonne, die überschwemmten strassen sind am trocknen und in den nächsten tagen werden wir uns wieder nordwärts wenden. Heute fängt der karneval an und viele leute werden auch in den strandorten erwartet. Je nachdem fahren wir der küste entlang oder im landesinnern.

]Da noch unser stromwandler kaputt gegangen ist und repariert werden muss, verzögerte sich unsere weiterreise um ein paar tage.
So beschlossen wir, eine schleife in die berge santa catarinas zu machen. Via die deutschen siedlungen blumenau (dort findet jedes jahr das zweitgrösste oktoberfest der welt statt) und pomerode (auch eine deutsche kolonie) fuhren wir in die berge. Wir fanden herrliche, unberührte pisten – bis auf über 1500müm – und übernachteten zwischen kühen auf alpweiden. Von diesem plateau führen spektakuläre strassen durch tropisch bewachsene canyons zum meer hinunter. Es war ein landschaftlich sehr eindrückliches erlebnis und zeigte uns eine völlig unbekannte seite brasiliens.

Nun holen wir noch unser gerät in florianopolis ab und fahren dann richtung brasilia. Wir halten euch auf dem laufenden!

Mit vielen brasilianischen grüssen

Esther und hanspeter

 
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