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Esther Tobler und Hanspeter Schweizer unterwegs mit Yussuf

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Garibaldi - Rio Grande do Sul PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Esther und Hanspeter   
Sonntag, den 04. November 2007 um 00:00 Uhr

Bom dia, gente!

So nun habt ihr es schon erraten: wir sind in brasilien!

Für alle, die noch sehnsüchtig unseren bericht erwarten: vielen dank
für eure geduld! Und nun wollen wir euch also ein bisschen erzählen.

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Seit mai war ich – esther - also ein bisschen in der schweiz, ich habe
es genossen, euch alle zu treffen! – und hanspeter erzählt euch dann
gleich selbst was er so getrieben hat.

 

Ich, hanspeter, verbrachte noch 6 wochen in cusco um mein spanisch an
einer der vielen schulen aufzubessern, ich kanns jetzt fluente frio y
caliente!! Bei heftigem schneetreiben habe ich dann meinen sohn mark
in la paz abgeholt.

Zusammen sind wir zum titicacasee und
weiter nach peru gefahren. Ueber chile nordargentinien nach paraguay.weiter...
Das wetter meinte es nicht gut mit uns, immer kalt mit viel regen und
sogar schnee. Nachdem wir die wasserfaelle von iguazu besucht hatten
ist mein kleiner richtung heimat abgeflogen. Eigentlich wollte ich ein
paar wochen nach kuba, aber eine groebere zahnreparatur hat mich in
villarrica zurückgehalten. Nun habe ich aber wieder viel biss fuer die
nächsten jahre..... inschallah.

Anfang oktober trafen wir uns in paraguay wieder und nachdem
wir yussuf in schuss gebracht haben sind wir wieder auf reisen.

Wir haben uns bei schönem wetter einmal mehr die ruta 8 in den süden
paraguays vorgenommen. Die fuhren wir letzten dezember als
schlammschlacht. Diesmal war sie schön trocken und landschaftlich
unverdorben reizvoll.
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Wir fuhren im süden wieder nach hohenau und dann weiter in die grüne
argentinische provinz missiones. Wir verbrachten wochen im strömenden
regen. Na ja, die natur war auch entsprechend grün, tee-, mate- und
andere landwirtschaftliche plantagen säumten unseren weg.

In obéra, missiones konnten wir roggenmehl kaufen und so endlich
unseren neuen schiffsbackofen einweihen!

Und der abend mit euch – pam und oli – in posadas war ganz toll – wir
haben das wiedersehen genossen!

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Grenzübertritt nach brasilien in porto maua – mit einer flussfähre wie
durch den dschungel!
Und wir fuhren weiter in den süden – immer ein wenig verregnet – an
den strand bei rio grande und cassino.
280km strandfahrt bis an die uruguayanische grenze wäre möglich. Nach
120 km hatten wir auf den vorderen rädern keinen antrieb mehr, standen
in einem kleinen süsswasserflüsschen – mit etwas zug... und es ging an
der anderen seite auf flut zu....nur noch ein elendes geknacke und das
wasser stieg.

Natürlich befanden wir uns in einer menschenleeren gegend in
herrlicher dünenlandschaft. Also an die arbeit: sandbleche und weitere
spielzeuge wurden aktiviert. Der hi-lift jack zum auto anheben erwies
sich auch schon ziemlich schnell als leider etwas defekt dh
unbrauchbar eine, achse war gebrochen. Wir buddelten also ein bisschen
rum um den yussuf nicht gerade absaufen zu lassen...
Nach etwa 4 stunden hörten wir tatsächlich noch ein auto, das wir auch
anhalten konnten. Die sehr hilfsbereiten brasilianer brachten uns auch
nicht raus, versprachen aber, dass sie hilfe holen würden. Traktor
oder was auch immer – schon wegen der flut...

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Etwas später kamen sie zurück mit 2 kleinen jeeps und dem halben 4x4
club von cassino, mit motivierten, starken jungs.
Also wieder gurte raus, schaufeln und schaufeln wie gehabt, sandbleche
in position, 2 jeeps am schleppen – und nix...
Unterdessen war der detektiv auf mitsubishi, der einem freund einen
bullen geliefert hatte doch skeptisch und fuhr los einen traktor zu
besorgen.
Die offroader arbeiteten was das zeug hielt. Der yussuf wurde mit
stangen über ein reserverad gehoben und die sandbleche proper
untergeschoben, dann drückten wir alle vorhandenen daumen, übten uns
im positiven denken – und diesmal rollte der yussuf auf trockenen
sand! nach einem freudigen bier mit den super-hilfsbereiten
brasilianern, die uns gleich zum fischen mitnehmen wollten,
installierten wir uns hinter der nächsten düne um am nächsten tag –
einem Sonntag – nach cassino zum allrad-spezialisten zu fahren. Und
zwar gerade noch mit den fischern, die uns auf dem rückweg mitnehmen
wollten.
Natürlich kam dann in der dunkelheit auch der traktor um uns ans
trockene zu bringen. Das mal der erste teil der geschichte.
Wir danken allen die uns schon mal erste hilfe geboten haben!

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Mit hinterradantrieb fuhren wir also am nächsten tag zurück nach
cassino und übernachteten dort in einem camping. Das ganze dorf kannte
uns und wir wurden von etwa 10 jeeps begleitet.

Der mechaniker stellte am nächsten tag fest, dass er für den autotypen
nie eratzteile kriegen würde, er wechselte die ziemlich gewässerten
oele und schickte uns zur toyota-vertretung in pelotas.
Die stellten fest, dass im vorderen differential 17 zähne gebrochen
waren... und nach ein paar tagen wussten wir auch, dass so ein teil in
ganz lateinamerika nicht aufzutreiben war.

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Natürlich evaluierten wir sämtliche möglichkeiten irgendwie an so ein
teil zu kommen. Unterdessen wissen wir auch im detail wie die
brasilianischen einfuhrzoll- und steuerbeträge (die höchsten ganz
südamerikas, sogar auf den frachtkosten wird noch über 100% erhoben)
zusammengesetzt sind, und welche transportmöglichkeiten mit welchen
gesellschaften wohin wieviel kosten würden.

Endlich wussten wir, dass es zwar teuer, aber wahrscheinlich am
sichersten wäre (und vor allem ohne weitere überraschungen –
voraussichtlich) das teil direkt von toyota japan zu beziehen.

Nun, das also hat uns die letzten wochen in atem gehalten. Wir haben
auch viele leute kennengelernt und sind bei toyota als
familienmitglieder aufgenommen worden. Wir hatten freien zugang zur
espresso-maschine und jeden tag mittagessen mit dem personal (um den
schaden etwas zu minimieren). Also auch von der seite her durchaus
positive erfahrungen!
In der zeit wohnten wir auch gleich auf der toyota angeschlossenen
tankstelle – sogar mit schlüssel zur dusche!

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Nun sind wir also ein bisschen im hinterland von südbrasilien
unterwegs. Vom wetter her nicht gerade verwöhnt, hat es doch in der
letzten zeit tagelang geregnet. Aber gsund und gfräss – und die
brasilianische küche ist absolut spitze!!!
Die landschaft ist unheimlich fruchtbar, die kühe fett. Tabak- und
reisfelder säumen unseren weg – und es ist völlig untouristisch. Dh
wir haben schon wieder interviews gegeben und kamen vorgestern im
tagblatt von garibaldi – mit foto.

Wir halten uns schön an asfalt, da wir ja keinen allrad haben. Deshalb
sind wir auf der brasilianischen weinstrasse unterwegs! Und in etwa 10
tagen sollte dann das teil aus japan angedüst kommen! Drückt uns die
daumen!

Wir wünschen euch alles gute und verbleiben mit herzlichen grüssen
Esther und hanspeter

 
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