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La paz/bolivien, 11. April 2007
Holà amigos!

Wie ihr seht, sind wir wieder in bolivien: es hat uns so gut gefallen – und wir haben ja erst einen kleinen teil gesehen – dass wir die fortsetzung gerade angehängt haben.
Doch langsam, das letzte mal haben wir uns von iquique/nordchile gemeldet. Wir haben uns vom pazifik und dem milden klima verabschiedet und uns wieder in die anden aufgemacht. Schnell waren wir auf 4000 metern über meer an der bolivianischen grenze. Wir wollten in die nationalparks in
nordchile und vorher noch tanken. Im grenzort gabs aber keinen diesel, weil die chilenen alle auf der bolivianischen seite den wesentlich billigeren sprit tanken. Wir wollten aber nur tanken ohne die doch manchmal recht langwierigen grenzformalitäten hin und zurück zu machen, wir waren sogar bereit, den chilenischen preis zu bezahlen..
Grenzbeamter will Diesel besorgen
Der grenzbeamte war sehr nett und offerierte uns, ein paar kanister aus bolivien für uns zu besorgen!!! Wir änderten aber schnell unser programm und fuhren wieder richtung chilenischer küste und durch die pampa richtung arica. Das war auch eine herrliche fahrt durch eine hochwüste mit wilden canyons und einem tollen camp in einem fischerhafen – natürlich gabs dort frischfisch direkt vom fischer.
Auf der präkolumbianischen Handelsstrasse
Auch die nördlichste stadt chiles – arica – gefiel uns mit ihrem ferienambiente gut. Wir tankten voll – auch den kühlschrank – und fuhren wieder hoch in die anden. Und endlich auch in die nationalparks mit ihren naturschönheiten. Unterwegs besuchten wir noch putre und weitere orte an den präkolumbianischen handelsstrassen.
Und schonwartete wieder eine therme auf uns. Die terma de jurasi liegt auf über 4000 müm in einem hochtal umsäumt von wilden felsformationen. nach dem heissen bad campten wir dort sehr einsam auf einem schönen plateau. Es war wie immer kalt und windig und hie und da ging ein regenschauer nieder. Zum glück können wir im auto kochen und haben genügend decken.
Die Standheizung macht schlapp Wie schon erwähnt geht ja unsere tolle standheizung nur bis 3000 müm. Endlich erreichten wir die wenig besuchten nationalparks lauca, vicuna und surire, wo uns wunderbare naturschönheiten erwarteten: schneebedeckte vulkane, hochplateaus mit sümpfen und unendlich viele lamas, alpakas und vicunas – fast alle mit jungen, heisse quellen, geysire die uns zum frühaufstehen animierten, da sie am morgen am höchsten spritzen; einsame wilde landschaften mit tollen campingmöglichkeiten – es war toll! Etwas weniger schön mutete uns die boraxmine am salar (salzsee) de surire an, ein grosser teil ist völlig verwüstet durch den boraxabbau. Wir zogen uns ans andere ende zurück; dort konnten wir in herrlich heissen schlammtümpeln umgeben von flamingos baden – völlig durchgekocht durch den eisig kalten wind gings bei fast vollmond ins bett.
Auch Touristen müssen salutieren
In colchane/pisiga überquerten wir wieder die grenze nach bolivien. Normalerweise kontrollieren die bolivianer nicht viel, aber dieses mal erwischten wir einen schlechtgelaunten gesundheits- bzw. seuchenbeamten. er muss wohl hunger gehabt haben, denn er konfiszierte alle unsere frischprodukte das heisst früchte und gemüse, fleisch, wurst, käse und milchprodukte. Wahrscheinlich war das eine generelle retourkutsche gegen die chilenen die aus angst vor seuchen nichts solches ins land lassen, das aber klar kommunizieren. Nach langem hin und her liess er uns wenigstens die uht milchprodukte. So lernt man leute kennen... abgesehen davon waren alle grenzer sehr nett, da auch gerade mittagspause angesagt war, hatten sie abzug der bolivianischen flagge und machten uns darauf aufmerksam, dass wir zu salutieren hätten... wie war das mit gesslers hut und den eidgenossen???
Im strömenden regen nahmen wir eine sehr üble naturpiste mit riesenlöchern in angriff (hauptverbindungsstrasse genannt), irgendwo campten wir und hatten zum glück noch spaghetti und konserven, was unser überleben sicherte...
Staub abwischen in der Therme
Danach fuhren wir in die thermen von obrajes um den altiplano-staub abzuwaschen und uns stadtfein zu machen. Wir hatten ja wieder einige zeit in der wildnis verbracht – und das so sehr genossen, dass wir wieder ziemlich verwildert waren.
Die anfahrt nach la paz war echt atemberaubend. Die stadt liegt in einem kessel und wuchert überall zwischen erodierten felsen an den abhängen. Man fährt auf über 4000m durch die quirligen indigena-viertel an und dann über die sogenannte stadtautobahn bis in die noblen wohnviertel im süden auf etwa 3500müm. Bei gutem wetter wird im hintergrund noch der blick auf den eisbedeckten gipfel des illimani geboten (6300Meter über Meer).
Ende des Skigebietes
Es gab ja in der umgebung von la paz bis vor kurzem noch das höchstgelegene skigebiet der welt: chacaltaya auf 5300 Metern. Es gab: der gletscher geht pro jahr 6 (!) meter zurück und deshalb werdet ihr uns nicht auf skifotos bewundern können .
Wir installierten uns im hof des hotel oberland im süden der stadt und genossen die tolle gastfreundschaft von walter und yober! – bei feiner küche und vielen jasstunden.
Über 2000 Sorten Kartoffeln
Natürlich besichtigten wir auch die koloniale altstadt mit ihren bunten märkten und den marktfrauen mit ihren kecken hütchen. Mit walter gingen wir frühmorgens auf den markt zum grosseinkauf und lernten viel. Fasziniert sind wir über die vielen kartoffelsorten in der heimat der kartoffeln: es soll allein in der umgebung von potosi über 2000 sorten geben. Und sie schmecken herrlich: kleine fast schwarze, lange und runde, rote und rot-gelbgefleckte, blaue, weisse und schwarze die im winter traditionellerweise natürlich gefriergetrocknet werden usw.
Und alfred und ilse schlugen uns eine wanderung vor. wir sind nicht gerade bergtauglich ausgerüstet, aber für so ein spaziergängli fühlten wir uns gerüstet. Also ab richtung palca-schlucht. Eine stunde suchten wir bei herrlichstem wetter in schönster gebirgslandschaft den einstieg. Wir gelangten auch runter in die wilde schlucht. Da es dieses jahr sehr viel regnet, hatte es auch einiges wasser im bach. Ilse und alfred hatten in ihrem grossen rucksack auch ein pic-nic mit chilenischem (!!! Der geneigte leser versteht die gerechtigkeit) schinken und früchten und verwöhnten uns. Der himmel bewölkte sich langsam, wir wanderten und hüpften dauernd über die flussläufe – und genossen es.
Den zweiten Teil im Gewitter
Den zweiten teil der wanderung das heisst 2 von 4 stunden genossen wir dann die wilden kräfte der natur in form eines heftigen gewitters. Es blieb kein knochen trocken. Stolz in palca angekommen schafften wir es, einen heissen tee und nach etwa 2 stunden auch einen rücktransport nach la paz zu kriegen. Der weg entlang tiefen abgründen war abenteuerlich, der fahrer hatte rallyequalifikationen, die sicht nach dem gewitter auf den im abendrot strahlenden illimani war atemberaubend, wir schlotterten, dass das auto wackelte....kurz: ein bleibendes erlebnis!!! Der abend war erfüllt von wärmendem zingani (ein bolivianischer grappa – sehr fein) und stolzen gesprächen...
Boxenstop für Yussuf
Wir sind nun schon 50 000km auf teils sehr heftigen tracks unterwegs in südamerika. Das heisst auch für yussuf war ein boxenstop fällig. In la paz ist die gelegenheit, gibt es hier doch einen schweizer, der eine werkstatt hat. Also besuchten auch wir ernesto hug. Wir campten eine eine woche in seiner werkstatt die in sachen sauberkeit ihresgleichen in europa kaum finden könnte. Die nächste dusche gabs dann nach beendigung der arbeiten, wir sind wieder ins hotel oberland gezogen.
Habt ihr alle frohe ostern verbracht? Sogar wir hatten schoggieier. Da meinen alle, nur die schweizer könnten schoggi machen....
Viele grüsse aus der werkstatt in sopocachi/la paz/bolivia
Esther und hanspeter
Nachtrag am 15. April 2007
Wir haben die ganze woche bei ernesto hug in der werkstatt verbracht. Zwar hatten wir – wir haben ja einen toyota – keine technischen probleme, haben aber die gelegenheit beim schopf gepackt um zum beispiel lichtmaschine, anlasser etc. ueberholen zu lassen, oele zu wechseln, dichtungen zu ersetzen und vieles mehr. Yussuf ist wieder im schuss – neu koennte kaum besser sein. Vielen dank für den tollen service!.
Hasta pronto! |
Liebe Reisende k, könntet Ihr so freundlich sein und uns die Tel. Nr. oder EMAIL von Ernesto Hug in
La Paz kurz durch schicken.
Wünschen Euch weiterhin sorglose traktion unter Euren Rädern und die Beste Gesundheit.
Herzlichst
Manfred und Christa
My name is Bernard, and my girlfriend Audrey. We met us in La Paz, in the switzerland camping.
We travelled in 2007 with an old Land Rover 1972.
Do you remember?
You told to me: Toyota is very solid, but i saw differents pictures: http://www.yussuf.net/index.php?option=com_phocagallery&view=detail&catid=3:januar2008&id=90:006_polieren&tmpl=component&Itemid=8#
Smiley.... :-)
Us, we are in belgium for the moment and we have buy a Toyota for our next trip. yes, it s true...
If you want to speak... bernard.gillet@hotmail.com
Et je me rappelle que tu parlais très bien le français aussi.
A bientot
Hasta Luego.