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Esther Tobler und Hanspeter Schweizer unterwegs mit Yussuf

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Itacaré - bahia - brasilien PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Esther und Hanspeter   
Samstag, den 26. April 2008 um 00:00 Uhr

Liebe freunde und andere geneigte leser – bom dia do brasil!

Bei euch in Europa sei es immer noch recht kalt – und wir sind immer noch an den herrlichsten stränden die man sich denken kann... bei uns hat ganz langsam die regenzeit begonnen, aber meist regnets in der nacht ein wenig und tagsüber ist es schön und heiss bis sehr heiss. Wir sind in den letzten wochen nur gerade 7 breitengrade südlich gerutscht bzw. eigentlich geschwommen. Soviel gebadet wie in letzter zeit haben wir beide noch nie – und ich glaube auch so braun waren wir noch nie.

 

Praia, die grosse Leidenschaft

 

Wir haben uns immer gewundert, dass zu den grossen leidenschaften der brasilianer praia also strand – nebst fussball, karneval und eiskaltem bier bzw essen und trinken – gehört. Also strand war noch nie ein thema bei uns. Wir wurden aber voll angesteckt und haben langsam geschmack daran gefunden, finden wir doch seit wochen immer prächtigere strände!

Die Kamera taucht wieder auf

Der letzte bericht wurde in joao pessoa geschrieben, und danach haben wir bei recife die wunderschön restaurierte kolonialstadt olinda besucht. Leider gibt’s davon kaum fotos. Die kamera wurde im internetcafé entwendet. Sofort benachrichtigten die cyber-besitzer die touristenpolizei, hatten sie doch einen stammgast in verdacht – von dem sie zudem ein foto hatten. Grosse hoffnungen machten wir uns nicht. Um so grösser war also das staunen, als wir am nächsten tag ein e-mail erhielten, die kamera könne auf der polizei abgeholt werden, leider hätte der dieb schon alle fotos gelöscht. Es waren nicht viele, die überraschung und freude waren gross! Ist doch unglaublich, dass sowas vorkommt und erst noch in einem land, das als dermassen gefährlich und kriminell gilt!

Frischer Fisch direkt vom Fischer (nicht der Fritz)

Wir kamen gerade bis in den nächsten bundesstaat alagoas und fanden ein traumhaftes camping direkt am weissen strand bei maragogi. Nebendran wohnten fischer, die uns während 14 tagen mit frischfisch und meeresfrüchten vom feinsten versorgten. Dem strand vorgelagert ein riff, das während der leermond-ebbe zu fuss zu erreichen war, dort badeten wir jeweils in natürlichen schwimmbecken.

Es wurde langsam zeit, unsere aufenthaltsbewilligungen zu verlängern, was wir in maceio, der hauptstadt des staates alagoas in der rekordzeit von weniger als 3 stunden bewerkstelligten. Wir mussten ja auch yussufs zollzettel verlängern lassen. Dort merkten sie zum glück nicht, dass das auto seit oktober das land nie verlassen hatte.

Immer entlang der Küste

Wir versuchten immer so nahe wie möglich der küste entlang zu fahren, die landschaften mit kokospalmen und zuckerrohr sowie üppigster tropischer vegetation waren herrlich. Hie und da überquerten wir einen fluss mit einer abenteuerlichen fähre und die übernachtungen fanden eigentlich immer in meeresnähe statt.

In aracaju (hauptstadt von sergipe) besuchten wir einen ehemaligen zürcher-nachbarn – ein schönes wiedersehen, danke toby!

Auf den Spuren von Jorge Amado

Weiter gings auf den spuren des schriftstellers jorge amado nach mangue seco. Bei ebbe fuhren wir dem sandstrand entlang und campierten dann in den dünen, die schon einen alten kokospalmenhain einsandeten. Wir assen in urigen strandkneipen, die füsse im sand, muqueca. Eine bahianische spezialität, meist fisch oder meeresfrüchte in kokosmilch, gut gewürzt, und vor allem in dendéöl. Ein öl, gepresst aus der frucht einer palme, rötlichgelb und sehr aromatisch. Immer begleitet von reis, pirao (maniokbrei), und farofa (gewürztes maniokmehl).

Im Palmengarten von Salvador de Hahia de Todos os Santos

Auf einer der fähren hatten wir auch manuel und ana aus salvador kennengelernt. Sie luden uns zum campieren bei sich zuhause ein. Sie haben eine firma für gartengestaltung und in ihren palmenkulturen konnten wir campieren. Auch machten wir einen insider-stadtbummel mit ana – muito obrigado gente! Wir genossen die schöne kolonialstadt salvador de bahia de todos os santos sehr. Allein die lage an der grossen von inseln geschützten bucht ist wunderschön. Kein wunder, dass die portugiesen es zur ersten hauptstadt brasiliens machten.

Zu Gast bei Brasiliens Zürcher

Weitere strandetappen folgten und im moment sind wir in itacare. Wieder eine herrliche strandlage – und wir geniessen die gastfreundschaft einer ehemaligen nachbarin aus zürich, die hier eine wunderschöne pousada gebaut hat. Im moment wird sie von zwei ihrer schwestern betreut – und wir lassen uns hier verwöhnen. Die gegend hat tolle kleine sandbuchten, gilt als surfparadies und ist einfach traumhaft. Die pousada (eine art pension) ist mit viel liebe in einen tropischen garten gebaut und würde euch allen sehr gefallen! Herzlichen dank luciana, maria emilia und marialice! Es ist wunderbar bei euch.

Keine Eile

Im süden brasiliens soll es schon recht kühl sein und wir haben in uruguay von temperaturen um die 10° gelesen. Versteht ihr, dass wir es gar nicht eilig haben, diese herrlichen gefilde zu verlassen?!

Mit brasilianischen grüssen

Esther und hanspeter

Nachtrag vom 2. mai 2006

Wir haben es nicht geschafft, den bericht abzuschicken... wir waren ein bisschen zuegig unterwegs.

Unterdessen sind wir schon in espirito santo suedlich von vitoria und es ist merklich kuehler geworden. Mit etwa 25 grad wassertemperatur und vor allem starkwind und regen versuchen wir einfach uns an neue klimatische verhaeltnisse zu gewoehnen.

Bahia hat uns einfach unheimlich gut gefallen und wir sind weiterhin auf den spuren jorge amados gewandelt und haben in ilheus im cafe vesuvio gegessen und die ueppige schoenheit der vegetation und der bunten kolonialarchitektur genossen.

Trotzdem wartet ein neues highlight auf uns: am Sonntag, 4. 5. 08 werden wir in rio de janeiro eintreffen!

 
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